Ich habe so viel zu erzaehlen und doch so wenig Zeit, also verzeiht mir, wennn ich die Rechtschreibfehler nicht verbessere.
Ich bin jetzt in meinem Projekt angkommen, nachdem wir am Freitagmorgen um vier vor dem Hostel abgeholt wurden und dann fuenf Stunden mit dem Bus nach Kumasi gefahren sind. Dort standen wir erst einmal dumm und vor allem allein rum. Haben dann Helen, die Coordinatorin angerufen und wurden auch promt abgeholt. NAchdem wir einige Formalitaeten geklaert haben, sind wir zu Fuss etwas die Stadt anschauen gegangen, aber hatte alles zu, da ja Karfreitag war.
Wir wurden dann von unseren Hostfamilymember abgeholt, bei mir Isaac, der auch der Chef meines Projektes hier ist. Freitag war ich dan echt voll fertig und bin frueh schlafen gegangen. Die Gegebenheiten: Eigenes Zimmer, recht gross, zwei Betten, ein Stuhl und Ventilator. Dusche mit Eimern und Plumpsklo, das maechtig stinkt und nachts von riesigen Kakerlaken beherrscht wird. Ja, das ist kein Spass hier! Familie besteht aus Isaac, seiner Frau Nana und dem zweijaehrigen Joos. Mit im Haus wohnen noch Akos und ihr Mann. Alles in allem okay, bis auf die Kakerlaken.
Den groessten Teil des Wochenendes habe ich mich etwas gelangweilt und Tagebuch geschrieben und meinen Guide durchgelesen. Ansonsten hab ich Isaac auf dem Feld geholfen Mais zu pflanzen, beim Fufumachen zugeschaut, spazieren gegangen, n Konzert einer kleinen Band besucht, dem Gottesdienst beigemessen und und und. Jetzt habe ich auch seit gestern endlich einen Spiegel.
Ich bin etwas ausserhalb des Stadtzentrums, aber wie ne Stadt wirkt das ganze nicht. Man kann das noetogste kaufen und es hat ne Post. Wenn ich allerdings aussergewoehnliche Sachen brauche oder mal zur Bank muss, sollte ich dafuer nach Kumasi fahren, mit dem Trotro eineinhalb Stunden -> Ich hasse doch Trotro fahren! Da habe ich danach immer unzaehlbare blaue Flecken!
Ja, was gibts noch zu berichten...
Heute war ich zum ersten Mal in unserem Buero: sehr ueberschabar... Ich treibe Recherche bis Freitag, dann halte ich eine Probepraesentation ueber Malaria.
Da faellt mir ein, gesundheitlich bin ich etwas angeschlagen: Das Doxycyclin macht mir etwas zu schaffen, so wie auch das Essen hier... Heute morgen war mir kotzuebel, dachte schon ich muss mich auf den Weg hierher in meinen Helm uebergeben... Ich sollte die Tabletten abends nehmen, aber momentan traue ich mich nicht umzustellen, zu grosse Angst. Aber keine Sorge, wer in Afrika war und nicht einmal Malaria bekommen hat, der war nicht richtig dort heisst es. Viele der volunteer haben Angst davor, aber meine Guete, dann gehts dir halt n paar Tage scheisse, wirst vllt ins Hospital gebracht, kriegst n paar Tabeletten und das wars... also alles kein Problem...
Da muss man sich wirklich mehr Gedanken um den Strassenverkehr machen: Da wird ein Griff nach dem Anschnallgurt schon zur Lachnummer. Ganz einfach deswegen, weil es hier keine gibt... Die fahren wie die gestoerten und an der Ampel wird nur gehalten, wenn der Verkehrspolizist sich vor den Wagen wirft. Ausserdem lieben die Ghanaer ihre Hupe! Bei uns wuerde das unter Laermbelaestigung fallen. Dass wir immer Elektrizitaet haben ist nicht sicher, besionders bei Regen faellt es immer aus. Ja es regnet hier in Afrika, wir haben jetzt Regenzeit und nur zur Aufklaerung, ja Sonja-Herzilein, ich befinde mich noch in dem subtropischen Gebiet des Regenbwalds. Die Aussicht ist so wundervoll, ich mach ganz viele Fotos, versprochen! Wenn ich das uebernaechste WE in Kumasi bin, kann ich vllt einige hochladen...
Muss jetzt aufhoeren, bis zum naechsten Mal! Vermisse euch
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